Das Historische Museum von Trient

museo-stroico-di-trentoWir haben eine besondere Beziehung zur Vergangenheit und der Grund dafuer liegt auch daran, daß es Museen gibt, die als besondere Orte der Bewahrung, der Übermittlung aber auch der Schaffung individueller und kollektiver Erinnerung fungieren. Ein Museum ist somit das Ergebnis eines dokumentarischen Vorganges, der von einem oder mehreren Gesichtspuenkten ausgeht, die dann für die Sammlung und Auswahl der Quellen ausschlaggebend werden.


Auch dieses Museum über die Geschichte des Trentinos vom Ende des achtzehnten Jahrhunderts bis zur Zeit nach dem zweiten Weltkrieg reflektiert verschiedene Gesichtspuenkte, die mit historiographischen Theorien und genau definierten, historischen Augenblicken in Zusammenhang stehen.
Am Ende des ersten Weltkriegs wurden, laut einer Idee von Cesare Battisti, die Legione Trentina und die Gemeinde Trient zu Förderern für die Einrichtung eines Museums über die Zeit des Risorgimento.


Das Museum, das 1923 in den Sälen des Castelvecchio eröffnet wurde, widerspiegelte durch die der Art des dokumentarischen gesammelten und ausgestellten Materials, den starken Patriotismus, der in jener Zeit das Trentino an Italien band, nachdem es - nach der Niederlage Österreichs im ersten Weltkrieg - an Italien angeschlossen worden war.


Am Ende des zweiten Weltkriegs wurde die Dokumentation erweitert; sie umfaßte nun auch die Kriegsereignisse und den Widerstand und das Museum erhielt den Namen "Museo del Risorgimento e della Lotta per la Libert"à (Museum der italienischen Einigung und des Kampfes um die Freiheit).
1985 wurde das Museum von den Sälen des Castelvecchio in das heutige Gebäude der ehemaligen Marangonerie verlegt und bei dieser Gelegenheit wurde der Ausstellungsteil neu organisiert, indem man eine thematische Ausstellungsform wählte und einige wirtschafts- und sozialgeschichtliche Themen aufnahm, die bis dahin noch nie dokumentiert worden waren.


1995 erhielt das Museum die Bezeichnung "Museo Storico" in Trento, die eher dazu geeignet ist, sowohl die regionale Dimension als auch die Geschichte und die Erinnerung - nicht nur der großen Protagonisten, sondern auch der Bevölkerung - darzustellen. Zu diesem Zweck wurde das Museum neu überdacht und gemäß den letzten historiographischen Kriterien neu organisiert, wobei man auch weitere Dokumente - Briefe und andere historische Schriften - mit aufnahm.

MUSE

Das MUSE ist ein besonderer Ort der Begegnung mit der Welt der Wissenschaft. Hier können alle Besucher ihren Wissensdrang stillen.

 

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Die Form des Gebäudes, ein Berg, gibt ganz klar den Parcours der Dauerausstellung vor: er verläuft von oben nach unten. Wenn der Besucher den Eingangsbereich durchquert hat,

wird er zum Hauptdarsteller einer Sinnesreise auf allen Ebenen: Er spürt die kalte Luft, berührt einen Gletscher, schlendert durch einen Wald, beobachtet ein seltenes Insekt und schaut einem Neandertaler in die Augen. Außerdem kann er DNA extrahieren, einen Forscher bei seiner Arbeit befragen in den für das Publikum zugänglichen Laboratorien, durch Berühren eines Touchscreens Antworten auf seine Fragen finden, den Geräuschen der Berge lauschen, einer Dinosaurierspur folgen, den Geruch der Bäume wahrnehmen, das andere Ende der Welt erkunden, mit Plüschtieren spielen, den Treibhauseffekt verstehen, Objekte bauen, ein Projekt in 3D ausdrucken, das Vorbeiziehen der kosmische Strahlen beobachten.

 

Neben der naturwissenschaftlichen Geschichte des Territoriums, die von oben nach unten erzählt wird, gibt es auch noch einen horizontalen Parcours. Er stellt eine Art Dialog zwischen dem Alpenraum und dem Rest der Welt dar: zwischen lokaler Sensibilität und globalem Engagement, zwischen dem Erhalt der Natur auf der einen und Wissenschaft und Technik auf der anderen Seite - für eine nachhaltige Entwicklung.

 

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